Während der Geburt erfährt der Säugling eine Verformung des Kopfes und Verdrehung der Wirbelsäule. Das ist für den natürlichen Geburtsvorgang erforderlich und normalerweise innerhalb von drei bis vier Tagen reversibel. Verschiedene Ursachen können aber dazu führen, dass er es nicht selbst schafft, sich wieder in Balance zu bringen und es kann zu Störungen im craniosacralen System kommen. Zu diesen Ursachen zählen beispielsweise Umstände während der Schwangerschaft (z.B. Steißbeinlage, lange einseitige Lage) oder bei der Geburt (z.B. Saugglocke, Zangengeburt, Kaiserschnitt, besonders enges Becken der Mutter). Je früher Dysfunktionen erkannt und behandelt werden, desto leichter ist es, sie zu beheben.

Mögliche Beschwerden von Störungen im craniosacralen System können u.a. Schluck- und Trinkstörungen, Verdauungsbeschwerden, Schiefhals, Beckenschiefstand, Lageasymmetrie, Schreikinder, Gedeih- und Entwicklungsverzögerungen sein.

Aufgrund ihrer Sanftheit und Ganzheitlichkeit eignet sich die craniosacrale Therapie sehr gut für die Behandlung von Säuglingen. Mit ihr lässt sich frühzeitig eine ganze Reihe von Beschwerden erfolgreich behandeln.